Neujahrsanblasen 2026 - Mit dem Hubertusmarsch ging 's ins neue Jahr

Die Heidelberger Jägervereinigung lud zur ersten Aktion im neuen Jahr ein

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(VR) Mittlerweile zur Tradition geworden ist das Neujahrsanblasen der Heidelberger Jagdhornbläser. Es hat sich herumgesprochen, aber nicht nur bei Jägerinnen und Jägern, sondern auch bei vielen Besuchern des Heidelberger Stadtwaldes, die sich am Tag 1 im neuen Jahr an der der Posseltslust eingefunden hatten. Trotz der winterlichen Kälte, bei Punsch und Glühwein, herrschte auf dem Parkplatz vor dem historischen Schmuckstück Heidelbergs ein munteres Treiben. 

Das Jagdhornblasen diente der Jägerschaft in früheren Zeiten dazu, sich über weite Strecken hinweg zu verständigen. Auch heute noch ist es aus dem Jagdgebrauch nicht wegzudenken.

Begonnen wurde mit der „Begrüßung“ und im Anschluss erklang der „Hubertusmarsch“, der nach dem heiligen Hubertus benannt ist, dem Schutzpatron der Jäger. Weitere Stücke waren der „Festmarsch“, die „Hegewaldfanfare“ und natürlich neben einigen typischen Jagdsignalen „Der Jäger aus Kurpfalz“. 

Aus diesem Bläserkreis von etwa 30 Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläsern formierte sich dann ein Quintett, welches mit speziellen Ventil-Plesshörnern äußerst schwierige Stücke wie „das große Halali“, das „festliche Halali“ und den „Jägerruf“ intonierte.

Der Heidelberger Kreisjägermeister Ralph Steffen und sein Obmann für das Jagdhornblasen Ralf Schiemann sind sich einig: „Diese jagdliche Tradition passt sehr gut in die moderne Zeit, denn schöne Melodien, gut gespielt, haben kein Verfallsdatum“. 

Den Termin für das nächste Jahr sollte man sich schon im Kalender vormerken (1.1.2027, 15.00 Uhr), denn dann werden die Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläser voraussichtlich vom Turm der Posseltslust aus spielen, damit ein noch größeres Publikum darunter Platz finden kann.

 

Fotos: Volker Rutkowski