Ende März war es endlich soweit. Der diesjährige Kurs Naturpädagogik startete an der Landesjagdschule auf dem Dornsberg und ich durfte für die Heidelberger Jägervereinigung dabei sein. Mit 12 Kursteilnehmern war der Kurs ausgebucht. An den ersten beiden Tagen ging es hauptsächlich um die Theorie. Wir lernten viel über Entwicklungspsychologie, Pädagogik, Didaktik und Methodik. Hier war Eva Jauch-Pagenstecher die Dozentin.
An 3. Tag und 4. Tag ging es weiter mit BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung), Ökologie und Pflanzenkunde in Theorie und Praxis bei Peter Bux. Jetzt konnten wir auch in der Natur aktiv werden und bauten Vogelnester, suchten Würmer (Zahnstocher), kreierten Waldgeister, machten Experimente und lernten verschiedenste Pflanzen kennen.
An den Tagen 5-7 waren wir mit Dozent Stephan Ehrmann unterwegs. Hierbei ging es schwerpunktmäßig um Natur-, Wald und Wildnispädagogik, Jagdethik, Selbstwahrnehmung und Wahrnehmung der Jagd in der Gesellschaft. Die Tage mit Stephan waren prall gefüllt. Lernten wir doch sehr viel über Vogelstimmen, Pirschzeichen, Spurenkunde und Wildkräuter. Es gab Spiele, die das Vertrauen in die Gruppe stärkten und die Wahrnehmung unserer Umwelt und Natur. Wir hatten jede Menge Spaß bei diversen Spielen wie das Luchsspiel (der Luchs musste mit verbundenen Augen die Rehe finden und mit einer Wasserflasche absprühen), mit Facettenbrillen (wir mussten als Insekten unsere Nahrung finden), hielten Vorträge mit dem Waldmikrofon (Tannenzapfen), bauten Wildtiere aus Naturmaterialien uvm. Außerdem schnitzten wir unser eigenes Besteck (wurde gleich beim Abendessen ausprobiert) und eine Hui-Maschine, lernten verschiedene Arten des Feuermachens, es gab Stockbrot und Würstchen am Lagerfeuer, kreierten ein Spurentuch und Tierspuren aus Ton. Trotz der Wetterkapriolen mit Regen, Schnee und Kälte schweißten uns die Tage auf dem Dornsberg zusammen und wir wurden zu einer starken Gemeinschaft.
Ende April folgte dann das 3-tägige Prüfungsmodul, das mit einem ganztägigen Erste-Hilfe-Kurs bei Kai Damaschke begann. Trotz des ernsten Themas hatten wir eine Menge Spaß und lernten sehr viel von Kai. (Merke: immer 1-2 Rettungsdecken dabei haben J. Ein echter Allrounder…..) Die letzten beiden Tage standen dann ganz im Zeichen der Prüfung. Ich hatte mir das Thema „auf Spurensuche durch den Wald“ mit einer Förderklasse ausgesucht. Hierzu musste ich eine schriftliche Ausarbeitung vorbereiten. Am Prüfungstag ging es vormittags zur praktischen Prüfung in den Wald, nachmittags gab es noch ein kleines Kolloquium. Bei einem kleinen Umtrunk bekamen wir dann unsere Urkunden überreicht. Ab jetzt dürfen wir uns Naturpädagoge/-in des LJV Baden-Württemberg nennen.
Ein interessanter und spannender Lehrgang liegt hinter uns und nun können wir das erlernte in der Praxis umsetzen. Herzlichen Dank für die tollen und lehrreichen Tage an alle Dozenten/-innen sowie an Lars Honer und Yvonne Lais vom LJV Akademie.
Christina Link
Obfrau Lernort Natur der HDJV













