Bereits zum zweiten Mal war der Lernort Natur zu Gast bei der Ferienbetreuung des Fördervereins Wingertsbergschule e.V. in Reihen. Dieses Mal stand der Besuch unter dem Motto „Tierspuren unserer Wildtiere“.
Zu Beginn begrüßte ich die Kinder und Betreuer-/innen. Zuerst wurden die Verhaltensregeln im Wald und der Umgang mit Wildtieren besprochen. Hier zeigten die Kinder schon großes Wissen und das Bewusstsein für die heimische Flora und Fauna.
Es folgte das Spiel „Wer bin ich“. Hierbei bekommt jedes Kind eine Karte mit einem Tierbild auf den Rücken geheftet und anhand von Fragen muss es herausfinden, welches Tier es ist. Nachdem das Kind „sein“ Tier erraten hatte, stellten sich alle wieder im Kreis auf für die „Tiergymnastik“. Einzeln machte jeder sein Tier vor und alle anderen machten es nach. Ganz nebenbei lernten Sie noch Eigenschaften der einzelnen Tiere kennen. Von den „Stoßdämpfern“ im Kopf des Specht’s, vom Eichelhäher, dem Waldpolizisten und der Wohngemeinschaft von Fuchs und Dachs. Zu jedem Tier gab es etwas zu erzählen und die Kinder hatten viel Bewegung und Spaß.
Nach der Gymnastik wurde ein Spurentuch angefertigt. Mit Schablonen und Farben wurden die verschiedensten Spuren unserer heimischen Waldtiere auf ein großes Leintuch gemalt. Hierbei wurden die Unterschiede der Abdrücke, z.B. von Fuchs und Dachs, Wolf und Luchs, Reh und Hirsch, deutlich und besprochen. Es entstand ein großes Tuch voller Fährtenabdrücke, das im Zimmer der Kinderbetreuung aufgehängt wird.
Einen Bereich des Schulhofs hatte ich mit Tierfellen, Präparaten und Abwurfstangen vorbereitet und diese wurden nach dem malen eifrig bestaunt und erkundet. Hierzu wurden die Merkmale und Eigenheiten der einzelnen Wildtiere in Wald und Flur besprochen. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und besonders die Tierpräparate waren ein Highlight für die Kinder. Konnten Sie doch Tiere aus der Nähe begutachten, die sie normalerweise nur aus der Entfernung oder gar nicht zu Gesicht bekommen.
Zum Ende gab es noch das Luchs/Rehspiel. Ein Kind war der Luchs und stand mit Augenbinde und Wassersprühflasche bereit. Die Kinder/Rehe versuchten leise am Luchs vorbei zu schleichen. Hörte der Fuchs ein Reh wurde es mit der Sprühflasche abgesprüht und somit symbolisch gefangen. Es gab ein großes Gelächter und in der Sonne war das ein spaßiger Abschluss des Vormittags.
Gemeinsam wurde noch der Lernort-Natur-Anhänger eingeräumt und erkundet. Die Kinder bestaunten den Anhänger mit den vielen Präparaten und dem Zubehör. Wir verabschiedeten uns und sehen uns sicherlich nächstes Jahr wieder!
Christina Link
Obfrau Lernort Natur der HDJV



