HR3: Die Nacht zum Tage machen

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Pirschjagd auf Schwarzwild, war dieses Mal das Thema der Hegeringveranstaltung des HR 3 am 4.7. in Walldorf 

(VR) Nachdem HRL Jochen Christophel die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, den Kreisjägermeister Ralph Steffen, seinen Stellvertreter Ralf Schiemann und Gäste begrüßt hatte, sorgten die Jagdhornbläser für die musikalische Einleitung und Umrahmung des Abends. Das Thema stieß auf viele Interessierte, sogar aus dem benachbarten Jagdbezirk Mannheim waren Jagdkollegen angereist, um sich Informationen abzuholen.

Max Götzfried, Anwalt aus Frankfurt und passionierter Jäger, war der Referent des Abends. Einigen ist vielleicht sein Vater, Roderich Götzfried, bekannt, ebenfalls ein leidenschaftlicher Jäger und Buchautor mehrerer Bücher (u.a. „Bei Fuß mein Sohn“, welches er mit seinem Sohn Max zusammen verfasst hat). 

In seinem humorvollen und abwechslungsreichen Vortrag zeigte und kommentierte Götzfried überwiegend eigene und nichteigene Pirschjagdszenen auf der Leinwand, bei denen es vordergründig um die Frage der geeigneten Nachtsichttechnik bei der Pirschjagd ging. Im hessischen Revier von Götzfried sitzt fast keiner mehr an, die meisten pirschen, weil sie damit schlicht und einfach mehr Jagderfolg haben.

Die Nachtsichttechnik ist grundsätzlich uneingeschränkt auch jagdrechtlich zulässig für die Bejagung von Schwarzwild und Raubwild. Echte Nachtzielgeräte, die ein eigenes Absehen haben und statt eines Zielfernrohrs verwendet werden, bleiben auch für Jäger, bis auf weiteres, verboten.

Götzfried ist ein Wärmebildfan. Die Wahl zwischen Wärmebild- und Nachtsichtgerät (Restlichtverstärker) hängt sehr stark von den individuellen Anforderungen bei der Wildbeobachtung ab. 

Für Jäger die häufiger auf der Pirsch sind oder eine schnelle Ortung des Wildes benötigen, kann eine Wärmebildkamera die bessere Wahl sein. Vor dem Schuss muss der Jäger immer sicher sein, dass er das Wild richtig angesprochen hat und außerdem muss er die Umgebung auf Sicherheitsrisiken hin überprüfen können. Dazu muss er das Wild und die Umgebung gut erkennen können.

Das Revier und die Art der Jagd sind wohl die bedeutendsten Faktoren, die zu unterschiedlichen Entscheidungen bei den Jägern bzgl. ihrer Wärmebildkamera führen. Wer ein Revier mit häufig großen Distanzen besitzt, benötigt ein anderes Gerät, als ein Jäger, welcher überwiegend im Waldrevier jagt. Andere Jäger wiederum haben ein Mischrevier aus Feld und Wald und müssen mit ihrem Wärmebildgerät in unterschiedlichen Distanzen arbeiten können.

Nach dem Vortragsende war noch genügend Zeit sich mit Kollegen und Kolleginnen auszutauschen und Fragen an den Referenten und die mitgebrachte Nachtsichttechnik zu stellen.

Die nächste Zusammenkunft des HR 3 ist am 20.9. beim Jagd- und Schießsportzentrum Vogel in Östringen.